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Institut
für Polnische Kultur
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Vortrag
über „Die Polnische Plakatschule”
- Ein Kampf auf dem Papier
Dieser
Vortrag handelt von der Entstehung und der Bedeutung der Polnischen Plakatschule
in Polen und der ganzen Welt.
Ich werde ihn am Mittwoch den 06. Juli 2005 im Seminarraum I vortragen
und möchte diese Veranstaltung als festen Programmpunkt im Vorlesungsverzeichnis
der HBKsaar einbeziehen. Deshalb plane ich diesen Vortrag dieses und nächstes
Semester als meine Beleidigung an der Lehre ein.
Ich
möchte im Zusammenhang mit „Polska Kultura“ Institut
für Polnische Kultur, das das Thema meiner Diplomarbeit 2004 war
und mein Vertiefungsstudiumsthema ist, in Verbindung bringen.
Mein Ziel ist es den Studenten die facettenreiche Kultur Polens und als
Künstler hochinteressante Kunst der Polnischen Plakatschule vermitteln.
Die Kommunikationsdesignstudenten bekommen dadurch die Möglichkeit
neue Gestaltungswege für ihre Arbeiten zu entdecken.
Polen
war immer schon an der Front moderner Plakatkunst. Jede Fase des im Westen
fortschreitenden Stillzugs hat sein Gegenstück in der Entwicklung
des polnischen Plakates gefunden. In keinem anderen Land war die Plakatkunst
so wichtig und vielseitig, wie in Polen. Sie war eine Art Kampf auf dem
Papier und ein Sprachrohr der Bevölkerung.
Viele Namenhaften polnischen Plakatkünstler haben, nach ihrer Auswanderung
nach z.B. Amerika oder Frankreich, die politische Situation Polens durch
ihre Plakate von Außen kritisiert.
Das Können der polnischen Plakatkünstler ist in der ganzen Welt
hochgeschätzt und sie werden oft für Plakatgestaltungen engagiert.
In
Warschau entstand das weltweit erste Plakatmuseum mit einem Reichtum an
Plakaten von mittlerweile unschätzbarem Sammlerwert.
Die
Polnische Plakatschule ist eine der bedeutendsten nationalen Schulen,
die sich nach 1945 entwickelten.
Seit den fünfziger und sechziger Jahren bildete sich in Polen ein
unverwechselbarer Plakatstill heraus, der gleichwohl auch individuelle
Positionen aufweist. Während in anderen sozialistischen Staaten die
Kulturpolitik eher restriktiv war, konnten sich in Polen künstlerische
Äußerungen weitaus freier formulieren.
Plakatentwürfe wurden durch regelmäßige Wettbewerbe und
subventionierte Aufträge, wie z.B. von der polnischen Filmgesellschaft,
gefördert. Plakate für Wirtschaft und Industrie waren nur von
geringer Bedeutung. Da einzelne Konzerne nicht wie in westlichen Ländern
miteinander in Konkurrenz treten mussten, entfiel die Produktwerbung nahezu
ganz. Quantitativ überwiegen Plakate, die für kulturelle Veranstaltungen,
wie Festspiele, Kongresse, Konzerte, Theater- und Opernaufführungen
und zum größten Teil für Filme werben.
Das Kulturplakat, das gelegentlich auch zum Träger gesellschaftlicher
Botschaften wurde, war der eigentliche Wirkungsbereich der Plakatentwerfer.
Über die Grenzendes Landes hinaus lieferte die polnische Schule wichtige
Impulse für die Entwicklung des Plakates.
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