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NEUE
POLNISCHE FILME / REGARD SUR LE CINEMA POLONAIS im Kino achteinhalb |
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| Institut
für Polnische Kultur |
Das
kino achteinhalb präsentiert Die
grenzübergreifende Veranstaltungsreihe, die dieses Jahr Polen als
Filmland präsentiert, findet schon zum dritten Mal statt. Vor drei
Jahren haben Kinos aus Longwy, Sarreguemines, Thionville und Esch-sur-Alzette
mit diversen Partnern aus der Großregion neue Filme aus Rumänien,
begleitet von Regisseuren und Schauspielern, präsentiert. Nachdem
im letzten Jahr Finnland als Filmland vorgestellt wurde, haben die Veranstalter
dieses Jahr polnische Filme und Gäste eingeladen. Das Saarbrücker Kino Achteinhalb eröffnet am 7. März die Filmreihe mit dem Meisterwerk von Oscarpreisträger Andrzej Wajda „Das Massaker von Katyn“ (7. - 9. 03. 2010). Wajda erzählt von dem Trauma der polnischen Nation. Im April 1940 wurden tausende polnische Offiziere nahe der russischen Ortschaft Katyn von den Einheiten des sowjetischen Innenministeriums NKWD ermordet. Das Massaker wurde zunächst von der NS-Propaganda instrumentalisiert, während die sowjetische Führung unter Stalin das Verbrechen von sich wies und es der Wehrmacht anlastete. Bis 1990 war das Massaker von Katyn in der Öffentlichkeit der Volksrepublik Polen tabuisiert. Wajda nähert sich dem Thema sehr behutsam und schildert nicht nur das grausame Geschehen von 1940 sondern auch die Verfälschung der historischen Fakten. Wajdas
Film ist ein Beispiel für das Filmschaffen einer älteren Generation
polnischer Regisseure, deren Themen um die Vergangenheit des Landes und
den Kampf um die Freiheit und Unabhängigkeit kreisten. „Die Striemen“ (Pregi) von Magdalena Piekorz (13.03.2010) zeigt die strengen Erziehungsmethoden eines überforderten Vaters, der allein seinen Sohn Wojtek großziehen muss. Auf seine eigene Art und Weise liebt er seinen Sohn und versucht, so gut es geht, für ihn zu sorgen, doch die einzige Erziehungsmethode, die er kennt, ist Züchtigung. Bei jeder Gelegenheit greift er zur Peitsche und prügelt seinen Sohn, bis der von zu Hause flieht. In der zweiten Hälfte des Films zeigt die Regisseurin den dreißigjährigen Wojtek, der emotional bindungsunfähig und gequält von Erinnerungen die Angst vor einer Liebesbeziehung zu überwinden versucht. Dieser Film, mehrmals preisgekrönt, löste beim Publikum in Polen kontroverse Reaktionen aus. Die Regisseurin Magdalena Piekorz und der Drehbuchautor Wojciech Kuczok, der seinen Roman für diesen Film adaptiert hat, werden am 13. März im kino achteinhalb nach der Vorführung zur Publikumsdiskussion anwesend sein. REGARD SUR DE CINEMA POLONAIS ermöglicht dem Saarbrücker Publikum durch die Begegnungen mit den Filmen und den eingeladenen Gästen einen kleinen Einblick in das Themenspektrum des modernen polnischen Kino.
Kuturfabrik
– Kinosch, Esch-sur-Alzette (Luxemburg) Regard sur le cinema polonais wird unerstützt von: Polski
Instytut Sztuki Filmowej Warschau
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