NEUE POLNISCHE FILME /
REGARD SUR LE CINEMA POLONAIS
im Kino achteinhalb
       

 

 

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Das kino achteinhalb präsentiert
vom 7. bis 14. März
im Rahmen der Veranstaltungsreihe REGARDS SUR LE CINEMA POLONAIS
drei neue Filme aus Polen.

Die grenzübergreifende Veranstaltungsreihe, die dieses Jahr Polen als Filmland präsentiert, findet schon zum dritten Mal statt. Vor drei Jahren haben Kinos aus Longwy, Sarreguemines, Thionville und Esch-sur-Alzette mit diversen Partnern aus der Großregion neue Filme aus Rumänien, begleitet von Regisseuren und Schauspielern, präsentiert. Nachdem im letzten Jahr Finnland als Filmland vorgestellt wurde, haben die Veranstalter dieses Jahr polnische Filme und Gäste eingeladen.
Das Saarbrücker Kino Achteinhalb und die Volkshochschule des Regionalverbandes Saarbrücken sind zum ersten Mal dabei und freuen sich über die unkomplizierte Zusammenarbeit mit den französischen und luxemburgischen Partnern und hoffen auf eine kontinuierliche, grenzübergreifende Zusammenarbeit.

Das Saarbrücker Kino Achteinhalb eröffnet am 7. März die Filmreihe mit dem Meisterwerk von Oscarpreisträger Andrzej Wajda „Das Massaker von Katyn“ (7. - 9. 03. 2010). Wajda erzählt von dem Trauma der polnischen Nation. Im April 1940 wurden tausende polnische Offiziere nahe der russischen Ortschaft Katyn von den Einheiten des sowjetischen Innenministeriums NKWD ermordet. Das Massaker wurde zunächst von der NS-Propaganda instrumentalisiert, während die sowjetische Führung unter Stalin das Verbrechen von sich wies und es der Wehrmacht anlastete. Bis 1990 war das Massaker von Katyn in der Öffentlichkeit der Volksrepublik Polen tabuisiert. Wajda nähert sich dem Thema sehr behutsam und schildert nicht nur das grausame Geschehen von 1940 sondern auch die Verfälschung der historischen Fakten.

Wajdas Film ist ein Beispiel für das Filmschaffen einer älteren Generation polnischer Regisseure, deren Themen um die Vergangenheit des Landes und den Kampf um die Freiheit und Unabhängigkeit kreisten.
Die Veranstalter wollten jedoch hauptsächlich Filme von Regisseuren und Regisseurinnen einer neuen Generation im heutigen polnischen Kino zeigen: Eine Generation die den ungeschonten Blick in die aktuelle Realität des Landes wagt.
„Kleine Tricks“ (Sztuczki) von Andrzej Jakimowski (11.-12.03.2010) erzählt von den Träumen des siebenjährigen Stefek von der Rückkehr seines Vaters, der vor Jahren aus der strukturschwachen Gegend zu einer anderen Frau floh. Die 17jährige Schwester Elka und ihr Freund Jerzy kümmern sich um Stefek und versuchen, den Verlust des Vaters wenigstens etwas auszugleichen. Voller Optimismus entfaltet Jakimowski ein wunderschönes, humorvolles Märchen über die Verwirklichung eines ständig vom Zerplatzen bedrohten Kinderwunsches, der sich spielerisch über alle Wahrscheinlichkeiten der Erwachsenenwelt hinweg setzt. Damian Ul hat für die Rolle des jungen Stefek den Darstellerpreis auf dem Filmfestival in Tokio bekommen. Der heute 13-jähriger Damian Ul wird am 12. März zur Diskussion mit Publikum im Kino achteinhalb sein.

„Die Striemen“ (Pregi) von Magdalena Piekorz (13.03.2010) zeigt die strengen Erziehungsmethoden eines überforderten Vaters, der allein seinen Sohn Wojtek großziehen muss. Auf seine eigene Art und Weise liebt er seinen Sohn und versucht, so gut es geht, für ihn zu sorgen, doch die einzige Erziehungsmethode, die er kennt, ist Züchtigung. Bei jeder Gelegenheit greift er zur Peitsche und prügelt seinen Sohn, bis der von zu Hause flieht. In der zweiten Hälfte des Films zeigt die Regisseurin den dreißigjährigen Wojtek, der emotional bindungsunfähig und gequält von Erinnerungen die Angst vor einer Liebesbeziehung zu überwinden versucht. Dieser Film, mehrmals preisgekrönt, löste beim Publikum in Polen kontroverse Reaktionen aus. Die Regisseurin Magdalena Piekorz und der Drehbuchautor Wojciech Kuczok, der seinen Roman für diesen Film adaptiert hat, werden am 13. März im kino achteinhalb nach der Vorführung zur Publikumsdiskussion anwesend sein.

REGARD SUR DE CINEMA POLONAIS ermöglicht dem Saarbrücker Publikum durch die Begegnungen mit den Filmen und den eingeladenen Gästen einen kleinen Einblick in das Themenspektrum des modernen polnischen Kino.


Kooperationspartner:

Kuturfabrik – Kinosch, Esch-sur-Alzette (Luxemburg)
Cinéma La Scala, Thionville,
Ville de Thionville,
Cinema Utopolis, Longwy,
Cinema Forum , Sarreguemines,
Universite Populaire Sarreguemines Confluences
Mediatheque de la Communaute d’Agglomeration Sarreguemines
Kino Achteinhalb, Saarbrücken
Volkshochschule des Regionalverbandes Saarbrücken

Regard sur le cinema polonais wird unerstützt von:

Polski Instytut Sztuki Filmowej Warschau
Ambassade de Pologne au Luxemburg
Produktionsgesellschaft: Studio Filmowe TOR, Warschau
Zjednoczenie Artystów i Rzemieslników (ZAIR) Warschau