|
Institut
für Polnische Kultur
Veranstaltungskalender
Polnische Kultur
Literatur
Theater
Musik
Kunst
Film
Künstlerkatalog
Links
Kontakt
Impressum
|
|
|
Nach
dem Ausbruch des 2. Weltkrieges und der Besetzung Polens, starb das Theater-leben.
Unzählige Theater, in denen es nach 1940 wieder zu wirken erlaubt wurde,
wurden durch die polnischen Zuschauer und Akteure boykottiert. Letztere
traten stattdessen in Cafés auf, die von Schauspielern geführt wurden.
Nach dem Krieg kam die Wiedergeburt des Theaters ungewöhnlich schnell.
Schon 1945 begann die Szene in allen größeren polnischen Städten aufzuleben.
Die Theaterentwicklung wurde dadurch ge-bremst, dass sie dem realen Sozialismus
ver-pflichtet war, und der das Repertoire und die Ausdrucksformen begrenzte.
Obwohl nach 1955 auf die polnischen Bühnen die Dramen der polnischen Romantik
zurückkehrten, wur-den auch Werke hervorragender moderner Künstler gezeigt.
Das Theater unterlag deutlichen Einschrän-kungen. In den 60ern lud das
alte Theater in Krakau eine Gruppe von Regisseuren ein, deren innovative
Inszenierungen für lange Zeit seine Position im Land bestimmten. Diese
Gruppe bildeten: Konrad Swiniarski, Jerzy Jarocki und Andrzej Wajda. Diese
Schöpfer wurden zu Meistern im Umgang mit dem theatralischen Raum, der
dramaturgischen Führung und dem Schauspiel. In der gleichen Zeit rief
Tadeusz Kantor die Theatergruppe „Cricot 2“ ins Leben. Seine Vorstellungen
gehörten zum Zyklus des „Todestheaters“, die intensiv den Gedächtnis-
und Erinne-rungsmechanismus ausbeuteten. Kantor war bei seinen Inszenierungen
immer der Hauptdarsteller und stand bei jeder Vorstellung im Vordergrung.
Er erschuf eine individuelle Theatersprache, die Poesie des Theaters.
In dieser Zeit begann auch Jerzy Grotowski sein künstlerisches Schaffen.
Er war Gründer und Direktor des Theater -Laboratoriums.
|